Geschichte

Der Künstlerhof Frohnau residiert in einem ehemaligen Waldhospital im Berliner Bezirk Reinickendorf. Die Altbauten des Künstlerhofs sind eingeschossige Fachwerkbauten aus den 1920er Jahren, die zunächst als Lazarett dienten. Zeitweilig wurden sie als Lungenheilstätte genutzt.

Später waren sie Außenstelle der Karl-Bonhoefer-Nervenklinik. In den 1970er Jahren wurde dafür ein 2-stöckiger Neubau errichtet. Nach Schließung des Hospitals wurden in den 1990er Jahren bosnische Flüchtlinge auf dem Gelände untergebracht.

Das älteste Gebäude auf dem Gelände Hubertusweg 60 stammt von 1907. Es ist zugleich das zuletzt hinzugekommene – 2002 wurde die Blockhütte aus dem Jahr 1907 in Zusammenarbeit mit der Landesdenkmalpflege und dem Forstamt auf den Künstlerhof umgesetzt.

Nach einjährigem Leerstand wurden die Altbauten 1998 mit langfristigen Verträgen an den Künstlerhof Frohnau e.V. vergeben. 1999 wurde der Neubau an die Freie Galerie e.V. übergeben. Initiator des Projektes war der Künstler und Museumsdirektor Dieter Ruckhaberle, der auch als Vorsitzender beider Vereine agierte, von 1998 bis zu seinem Tod 2018.

Die Trägervereine haben Ateliers an mehr als 40 Künstlerinnen und Künstler vermietet. Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Reinickendorf und großer Eigeninitiative der Künstlerinnen und Künstler ist so eine Produktionsstätte für Maler, Bildhauer, Keramiker, Grafiker, Glas-, Konzept-, Video-, und Internet-Künstler, Schriftsteller, Fotografen, Musiker und Komponisten entstanden.

Nach dem Tod von Dieter Ruckhaberle im Mai 2018 sind die Vereine des Künstlerhofs Frohnau die testamentarischen Nachlassverwalter seines künstlerischen Werks.