Dieter-Ruckhaberle-Förderpreis

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Seit 2019 schreiben der Künstlerhof Frohnau und das Kunstamt Reinickendorf den Dieter-Ruckhaberle-Förderpreis aus, der an das Leben und Wirken des Künstlers, Kurators und Kulturpolitikers Dieter Ruckhaberle erinnert.

Die bisherigen Preisträger des Dieter-Ruckhaberle-Förderpreises sind:

2019 – Luiza Prado

2020 – Annette Frick

Der Preis richtet sich an professionell arbeitende bildende KünstlerInnen, die in ihrer künstlerischen Arbeit oder parallel zu ihrem künstlerischen Werk politische, soziale oder ökologische Themen bearbeiten. Die Stipendiaten erhalten für den Zeitraum von 2 Monaten ein voll ausgestattetes, großzügiges Wohnatelier auf dem Künstlerhof Frohnau Berlin, sowie ein Produktionsbudget von 2.000 Euro. An den Aufenthalt der Stipendiaten schließt sich eine Ausstellung oder vergleichbare Präsentation in einem Ausstellungsraum in Berlin Reinickendorf an.

Seit den 1960er Jahren gestaltete Ruckhaberle die Kunstszene (West-)Berlins entscheidend mit und  setzte sich unermüdlich für bessere Arbeitsbedingungen für KünstlerInnen ein; immer in der Überzeugung, dass die Freiheit der Kunst nur garantiert ist, wenn KünstlerInnen frei von ökonomischem Druck produzieren können. Ruckhaberle war Mitinitiator und –gründer der IG Medien, der Künstlersozialkasse und zahlreicher Kunstinstitutionen wie dem nGbK und der Staatlichen Kunsthalle Berlin, deren Direktor er viele Jahre war. Auch als Künstler schuf Ruckhaberle seit 1958 ein umfangreiches und vielfältiges malerisches Werk zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, das von einer ebenso poetischen wie kritischen Zeitgenossenschaft und Formensuche zeugt. Er verstarb im Mai 2018 und hinterließ neben seinem künstlerischen Erbe auch sein letztes kulturpolitisches Projekt: den Künstlerhof Frohnau, einer der größten Atelierkomplexe im Berliner Norden, der seit 1998 Künstlerinnen bezahlbare Atelierräume zur Verfügung stellt.

Der Förderpreis lädt KünstlerInnen ein, hier – in der Abgeschiedenheit des Reinickendorfer Waldes und in der Gemeinschaft der KünstlerInnen des Künstlerhofs Frohnau – für zwei Monate zu leben und zu arbeiten. Weiter umfasst der Preis ein Produktionsbudget für die künstlerische Arbeit. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse der künstlerischen Arbeit in einer Ausstellung im Bezirk gezeigt werden.